BRH - Auslands - Kader

Nepalhilfe startet

26.04.2015

Das Hauptteam ist unterwegs ins Katastrophengebiet.

Am Morgen hat sich das I.S.A.R. Team auf den Weg zum Flughafen Frankfurt/Main gemacht. Die Einsatzkräfte und das Material werden zur Zeit vom "Schulungszentrum für Rettungshunde, Katatstrophenschutz und humanitäre Hilfe" des BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. zum Frankfurter Flughafen verbracht. Von dort geht es mit dem Flugzeug über Neu Dehli nach Kathmandu. Zum Team gehören über 50 Mitglieder, darunter Rettungshundeführer, Bergungsspezialisten, Ärzte und Sanitäter.
Die Teammitglieder kommen aus neun Bundesländern - Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Hamburg, Niedersachsen, Thüringen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

I.S.A.R. Germany ist auf die Suche und Rettung von Erdbebenopfern spezialisiert. Die Spezialisten unserer Organisation kommen aus den Bereichen Katastrophenschutz, Feuerwehr und Rettungsdienst sowie dem Bundesverband Rettungshunde e.V. I.S.A.R. Germany ist für entsprechende Einsätze von der UN-Unterorganisation INSARAG zertifiziert.

SPENDEN

Stichwort „Erdbeben Nepal“

Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00

Spendenhotline: 0900 55 102030 (gebührenfrei aus dem dt. Festnetz,. Mobilfunk abweichend) oder Online: www.aktion-deutschland-hilft.de

Charity-SMS: SMS mit ADH10 an die 8 11 90 senden (10 Euro zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 9,83 EUR); alternativ können auch fünf Euro gespendet werden, indem ADH5 an die 8 11 90 gesendet wird (in diesem Fall gehen 4,83 an Aktion Deutschland Hilft)

Presseinformation

Gorkha. Die Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany unterstützt im Krankenhaus im nepalesischen Gorkha bei der Behandlung von verletzten Erdbebenopfern. Die Ärzte, Sanitäter und Krankenschwestern helfen dem Team der Klinik bei Bedarf. „Die Lage hier ist glücklicherweise nicht so dramatisch wie zum Beispiel beim schweren Erdbeben in Haiti 2010“, so Dr. Michael Etges. „Die meisten Patienten im Hospital von Gorkha haben nur leichtere Verletzungen.“


Inzwischen wurde aber die Suche nach verschütteten Erdbebenopfern eingestellt. „In der uns zugewiesenen Region um Gorkha hat sich die Lage als weniger dramatisch dargestellt als ursprünglich vermutet“, so Einsatzleiter Thomas Laackmann. In der Stadt selbst gebe es nur wenige zerstörte Häuser. Allerdings seien in der Umgebung zahlreiche Gebäude dem Erdboden gleich gemacht worden. Hier hätten sich die Einwohner jedoch meist selbst helfen können. Problematischer ist hingegen die Lage in den weiter entfernt gelegen Orten. Hier seien die Menschen seit Tagen auf sich allein gestellt. Bis heute gebe es keine von dort keine Informationen über die Lage. Die Orte seien meist nur über tagelange Fußmärsche oder per Helikopter zu erreichen. Inzwischen hat die indische Armee deshalb damit begonnen, die Verletzten aus diesen Dörfern in die Stadt zu transportieren. „Dies scheint angesichts der Rahmenbedingungen die effektivste Variante zu sein, den Erdbebenopfern schnell medizinisch zu helfen“, so Laackmann. Als eines der Erdbebenopfer wurde heute auch die vierjährige Ritu Rana aus dem Dorf Sumjung ins Krankenhaus nach Gorkha gebracht. Ihr Elternhaus war bei dem Erdbeben letzten Samstag eingestürzt. Das kleine Mädchen brach sich dabei das Bein. Erst nach fünf Tagen konnte ihr nun geholfen werden.

Wie lange der Einsatz von I.S.A.R. Germany in Nepal noch fortgesetzt wird, wird in den nächsten Tagen entschieden.

Pressekontakt:

Presseanfragen richten Sie bitte an unser Informations- und Lagezentrum, Tel.: 0203-878461610
 

Hilfe für Hochwasseropfer in Bosnien - BRH bringt Medikamente in Katastrophenregion

Der BRH startet zusammen mit action medeor und I.S.A.R. Germany eine Hilfsaktion für die Hochwasseropfer in Bosnien.

Die Gemeinde Orasje hat um Unterstützung gebeten. Dort werden dringend Medikamente und medizinisches Material benötigt. Die drei Hilfsorganisationen werden in einer gemeinsamen Aktion eine Tonne Material auf den Weg bringen; darunter Medikamente gegen Durchfallerkrankungen, Antibiotika, Schmerzmittel und Wasserentkeimungstabletten.

Begleitet wird der Transport von vier Einsatzkräften des BRH Bundesverband Rettungshunde und der I.S.A.R. Germany. Diese sollen die Medikamente übergeben und gleichzeitig erkunden, welche Hilfe weiterhin benötigt wird.

 

 

 

Internationaler Einsatz Serbien

In Kooperation mit der I.S.A.R. Germany hat der BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. intensiv einen Einsatz im Hochwassergebiet in Serbien geprüft. Auf Basis eines internationalen Hilfeersuchens der serbischen Regierung sollten in Abstimmung mit der serbischen Botschaft in Berlin Medicals, Höhenretter und die Kameradrohne in die Katastrophenregion um Belgrad entsandt werden. Das Informations- und Lagezentrum wurde besetzt und stand in engem Kontakt mit dem serbischen Innenministerium.

Die laufenden Absprachen ergaben, dass derzeit ein entsprechender Einsatz nicht erforderlich ist. Die Vorbereitungen wurden deshalb abgebrochen.

 

 

 

 Palo, Philippinen (16.11.2013) Taifuns „Haiyan"


 BISHER ÜBER 500 PATIENTEN IM FELDLAZARETT VON BRH UND I.S.A.R. GERMANY BEHANDELT

Einsatzleiter Michael Lesmeister: „Wir können hier wirklich etwas bewegen!"  / Zweites Team vor Ort



Palo, Philippinen (19.11.2013) Der Andrang im Feldlazarett der deutschen Katastrophenspezialisten und Notfallmediziner im philippinischen Palo ist ungebrochen. Seit dem Start der Arbeiten am Donnerstag wurden bis 17.11.2013 über 500 Patienten behandelt. „Inzwischen kommen diese auch aus entlegeneren Gebieten zu uns, da immer mehr Straßen frei sind und sich die Arbeit des Teams immer mehr herumspricht", berichtet Einsatzleiter Michael Lesmeister. Die Mitglieder des Teams seien zwar „sehr erschöpft". „Aber alle fühlen sich gut, weil wir hier wirklich etwas bewegen können."

Zwischenzeitlich wurde ein zweites Team auf die Philippinen geschickt. Die Spezialisten ersetzen und verstärken die erste Einsatzgruppe.

Die meisten Patienten kommen mit schweren Schnittverletzungen, die sie sich beim Taifun durch herumfliegende Trümmerteile zugezogen haben. „Viele der Wunden sind nach dem Sturm nicht richtig behandelt worden und inzwischen sehr schwer infiziert", so der medizinische Leiter des deutschen Teams, Thomas Laackmann. Knapp 100 Patienten mussten im Feldlazarett bisher unter Narkose behandelt werden. Dabei arbeiten die 24 Ärzte, Schwestern, Pfleger, Sanitäter und Helfer von BRH Bundesverband Rettungshunde und I.S.A.R. Germany eng mit dem belgischen B-FAST Team zusammen. Inzwischen bilden beide Einheiten bei der medizinischen Versorgung sogar gemischte Teams.

Die Mitglieder des BRH Bundesverband Rettungshunde und  I.S.A.R. Germany arbeiten alle ehrenamtlich. Der komplette Einsatz des Teams wird über Spenden finanziert, ob lebenswichtige Medikamente, Flüge oder Telefonkosten. Daher bitten BRH und I.S.A.R. Germany auch weiterhin um Spenden für ihre weltweite Arbeit nach schweren Katastrophen im Bereich der Humanitären Soforthilfe oder bei sonstigen Katastropheneinsätzen. „Ohne diese finanzielle Unterstützung sind die Einsätze nicht zu leisten", so BRH-Präsident Prof. Dr. Helmut Haller und I.S.A.R. Präsidentin Dr. Daniela Lesmeister.


Humanitäre Soforthilfe der I.S.A.R. Germany und des BRH Bundesverbandes Rettungshunde

Die Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany  wurde im Jahr 2003 gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von Rettungsspezialisten aus verschiedenen Feuerwehren, Hilfsorganisationen und des BRH Bundesverbandes Rettungshunde. Schwerpunkte der Arbeit sind die Suche und Rettung von verschütteten Menschen nach Erdbeben und die medizinische Versorgung von Menschen in Katastrophen- und Krisengebieten. Für internationale Einsätze wurde I.S.A.R. Germany im Jahr 2013 erneut von der UN Unterorganisation INSARAG (International Search and Rescue Advisory Group) zertifiziert. Bislang verfügen nur zwei deutsche Organisationen über diese Zertifizierung. Für die Einsätze stehen I.S.A.R. neben erfahrenen Rettungsspezialisten auch Notfallmediziner und Rettungsassistenten zur Verfügung. Im Einsatz war I.S.A.R. Germany bislang u.a. nach den schweren Erdbeben in Pakistan (2005), Peru (2007), Indonesien (2009) und Haiti (2010). Im Jahr 2011 leisteten Teams der Organisation Hilfe in einem tunesischen Lager für Flüchtlinge aus Libyen. In Kenia waren Helfer in den letzten Jahren mehrfach im Einsatz, um Menschen zu versorgen, die vor der Hungersnot in Somalia geflohen waren.

Der BRH Bundesverband Rettungshunde ist der größte und älteste deutsche rettungshundeführende Verband, seine Einsatzkräfte sind nach Richtlinien des Katastrophenschutzes ausgebildet und er führt seit über 30 Jahren internationale Einsätze durch.

Soforthilfe: Beide Organisationen treffen unmittelbar nach dem Eintritt eines Schadensereignisses eine Einsatz-entscheidung und führen weltweit in kürzest möglicher Frist humanitäre Soforthilfemaßnahmen durch. Die Mitglieder der Hilfsorganisation arbeiten ehrenamtlich.

 

Bildquelle: isar-germany.de